Donnerstag, 14. Februar 2008
Der unbezwingbare Berg
oder
Der Weg ist das Ziel
Topic: 'Ausfluege'
Es fing alles damit an, das abends wenn die Sonne hinter den nahe gelegenen Vulkanen von Malang verschwindet der Himmel über uns ein wunderbares Farbenspiel vollführt. Dieses kann man jedoch immer nur zum Teil genießen, da es immer ein Haus gibt das einem im Weg steht. Deswegen wollten wir ein Stück außerhalb von Malang am besten noch erhöht uns diese Spektakel anschauen.
Um den richtigen Ort zu finden haben wir Seiful einen Kollegen gefragt, bei dem Gespräch kamen wir immer weiter von Malang weg, bis wir schließlich auf der Spitze von Gunung Semeru waren und es garnicht mehr um den Sonnenuntergang ging.
Wir hatten von da an nur noch ein Ziel. Wir wollen auf den Semeru.
Der Semeru ist mit knapp 3700m der höchste Vulkan in der Nähe von Malang. Dort spaziert man nicht so eben mal an einem Tag hoch. Wir hatten uns eine Zweitagestour zurecht gelegt, 2 SChlafsäcke und ein Zelt ausgeliehen und als alle Sachen gepackt waren ging es los.

Wir wollten mit dem Roller von MOritz an den Fuß des Vulkans fahren, der Roller ist eigentlich für eine vierköpfige indonesische Familie ausgelegt, doch für uns beide mit unserem Gepäck wurde es sehr eng.

Als wir jedoch endlich losfuhren, arangierten wir uns auf dem Roller, die Vorfreude war einfach riesieg. Es machte sich ein Gefühl der Freiheit breit. Morgens um 6 Uhr mit den ersten Sonnenstrahlen die frische Luft atmend fuhren wir auf den Semeru zu. Kaum aus Malang rausgekommen, konnten wir unser Ziel in der Ferne schon sehen und Dank der selbst gemalten Karte von Seiful, kamen wir ihm auch schnell näher. Die Straße wurde steiler und immer steiler.

Immerhin lag unser Startpunkt schon auf fast 2000m. Doch auf einmal fing der Roller an zu stottern, wurde langsamer und langsamer bis er schließlich stehen blieb. Wir waren zu schwer bzw. der Roller zu schwach. Doch wie man es drehte und wendete, wir mußten uns eine ander Lösung überlegen.
Während Moritz sich abmühte den Roller wieder zu starten begann Thomas sich mit den Dorfbewohnern zu unterhalten. Diese beschmunzelten unser Gefährt und meinten, als sie unser Ziel kannten, das es unmöglich sei, damit nach Ranu Pane, unserm Startpunkt, zu kommen. Natürlich hatten sie auch schon die Lösung parat. Wir sollten den Roller bei ihnen unterstellen und sie fahren uns hoch und holen uns am nächsten Tag wieder ab, gegen einen kleinen Obulus versteht sich. Der Preis war saftig, doch wir wollten auf den Semeru, also hatten wir keine Wahl. Wir sagten zu und fuhren von nun an mit dem Ojek Richtung Semeru.

Und die Straße wurde nicht nur viel steiler teilweise war von der Straße nur noch eine Schotterpiste übrig, sie hatten recht gehabt mit Moritz Roller wäre das unmöglich gewesen.
Aber nicht nur die Straße änderte sich auch das Wetter wechselte, es fing an zu regnen. Doch glücklicherweise erreichten wir mit dem Regen auch Ranu Pane.
Unsere Fahrer machten mit uns aus, das sie uns am nächsten Tag um vier wieder abholen werden und verschwanden.
Da standen wir nun vor dem Haus der National Parkverwaltung, die Straßen sahen trostlos aus.

Schnell stellte sich raus, das wir keinen Führer bekommen sollten, da es wegen der Regenzeit die Wege weggespült hatte. Unsere Fahrer waren jedoch schon weg, die Schlafsäcke und das Zelt schon bezahlt und wir wollten unbedingt auf den Berg. Also was sollten wir machen?
Wir beschloßen den Leuten von der Nationalparkverwaltung lieber nicht zu trauen und wollten uns selbst ein Bild von der Lage machen. Wir ließen uns den Weg erklären und nachdem wir uns mit Mie Goreng (gebratene Nudeln) gestärkt hatten ging es los.
Der Weg war am Anfang gepflaster und wir gingen frohen Mutes, alle Anlaufschwierigkeiten verdrängend, los. Als gutes Zeichen deuteten wir einen großen gut sichtbaren Halo um die Sonne, der wie ein Heiligenschein über uns stand.

Der Weg schlängelte sich durch einen naß, grünen und wohl riechenden Urwalt. Wir waren ganz und gar von der Wanderlust gepackt.
Ein mächtiges Gewittergrollen im Nacken, das wir zuerst für einen Ausbruch vom Semeru gehalten hatten, wurde unser Schritt immer schneller und mit den ersten Tropfen erreichten wir einen Unterschlupf. Dort stärkten wir uns erstmal und genossen das naß-kalte Klima.

Als der Regen nachgelassen hatte setzten wir unseren Weg fort. Der gepflasterte Teil des Weges hörte nun auf und der Weg wurde zu einem richtigen Waldweg. Der Weg wirkte Teilweise verwunschen und wie aus einem Märchen.

Der Urwald begann nun auch immer stärker sein Recht auf den Weg gelten machen zu wollen, so legte er uns Baumstämme in den Weg...

... er wurde almälich zum Pfad, der total verwuchert war...

...so das wir durch das Gestrüp kriechen mußten ...

... teilweise auch auf allen Vieren.

Doch dann kamen wir an die Stelle, vor der uns die Nationalparkverwaltung gewarnt hatte, hier war nun endgültig schluss.

Der Weg war abgerutscht. Ein passieren währe zwar möglich gewesen doch zu gefährlich. Doch diese Tatsache so hin zu nehmen und sich einzugestehen das wir nun einfach umdrehen müssen ohne den See zu erreichen, diesen traumhaft beschriebenen Ort an dem wir eigentlich unser Zelt aufschlagen wollten, war nicht einfach und wir standen lange, voller Enttäuschung an dieser Stelle bevor wir umdrehten.
Kurz zuvor waren wir an einem kleinen Unterstellhäuschen vorbeigelaufen wo wir nun beschlossen unser Zelt rein zu bauen. Wo anders gab es keine Möglichkeit da der Weg von Wald und Abhängen eingefasst war.

Das Dach bot uns zumindest Schutz vor dem Wetter. Nach und nach fanden wir uns immer mehr mit unserer Situation ab, bis wir endlich wieder an dem Punkt anglangt waren, das uns bewusst wurde an welch fantastischem Fleckchen Erde wir uns gerade befinden. Ab da konnten wir unsere Situation wieder genießen. Wenn unser ursprünglicher Plan, den Kraterrand des Semerus in der Nacht zu erklimmen auch gescheitert war, so konnten wir ihn von unserem Standpukt doch herrlich, eingerahmt vom grünen Dschungel emporragen sehen.
Nachdem das Zelt also stand...

meldete sich unser Magen. Wir hatten extra Instandsuppen und eine Pfanne mitgetragen, in der Hoffnung Wasser mit einem Feuer heiß zu machen. Während Moritz von Anfang an erkannte, das der Versuch, das freuchte bis nasse Holz zum brennen zu bringen unmöglich war, versuchte Thomas ca. eine Stunde lang unermüdlich das wärmende Element zu entfachen. Nachdem die letzte Option, das entfachen mit dem indonesischen Brandbeschleuniger Plastik, auch fehlschlug, gab er es dann endgültig auf.
Wir hatten jedoch noch genug Kekse, Nüsse und genug Hunger um uns auch damit zufrieden zu geben.
Am nächsten Morgen bot sich uns ein fabelhafter Blick ins Tal.

Die Wolken waren verzogen und der Krater zeigte sich uns in seiner vollen Pracht. Ca. alle viertel Stunde spieh er sogar eine Rauchwolke in den blauen Himmel.

Doch es dauerte nicht lange, bis sich der Himmel wieder zu zog und wir uns so langsam auf den Rückweg machten.
Diesmal war das Bücken und Kriechen nicht mehr ganz so einfach, da wir zum einen vom Entengang des Vortages Muskelkater hatten und zum anderen, uns alle Knochen, vom nächtigen auf asphaltiertem Boden, weh taten.

Schließlich kamen wir wieder nach Ranu Pane, das eingerahmt von den Feldern einen ganz besonderen Flair hat.

Da es noch früh am Morgen, und wir fit und munter waren, beschlossen wir uns nach einer warmen Mahlzeit auf den Weg Richtung Malang zu machen.
Wir dachten uns, das unsere Ojek-Fahrer uns ja kurz vor vier dann sowieso entgegenkommen müssten und wir bis dahin den Weg laufen könnten.
Es war mal wieder ein unbeschreibliches Gefühl, durch diese Bergdörfer zu laufen. Es regnete immer wieder mal und wir liefen fast durchgehend an, Feldern vorbei, die an steilen Hängen lagen und auf deinen die Bauern ihrer Arbeit nachgingen.

Sogar die Frauen arbeiteten mit, auf den Rücken gebundenen Kindern, dort.
Überall sorgen wir natürlich wieder für Aufsehen, die Leute riefen uns von den Feldern entgegen, winkten und auch die Kinder kamen wieder angerennt, als sie sahen das wir den Foto zückten.

Für die Leute dort oben schienen wir noch ein größeres Ereignis zu sein, als wir es eh schon in Malang sind und auch hieren waren die Kinder überglücklich, als wir ein Foto zusammen gemacht haben.

Auf dem Weg begegneten wir dann einer Familie, die teilweise Barfuß und schwer bepackt, durch den ströhmenden Regen die Straße entlang gingen. Sie fragten uns nach Zigarretten und erzählen uns, das sie das selbe Ziel wie wir hätten. Den Weg den wir uns vorgenommen hatten, hatte übrigens eine Länge von ca. 30km. Unvorstellbar das sie das so laufen wollten. Wir kamen uns ziemlich komisch vor mit unseren professionellen Rucksäcken, guten Wanderschuhen und Regenschutz.

Das Wetter wurde immer schlechter und es zog Nebel auf.


Nach einer ganzen Weile kamen wir dann wieder in ein Dorf.

Wir bereuhten es keine Spur mehr, das wir statt des Abstiegs vom Krater nun diesen Weg zurück legten. Es war eine andere Art von Erlebniss, jedoch nicht weniger spektarkulär.
Auch nach diesem Dorf kamen wir wieder an Feldern vorbei. Felder so weit das Auge reichte und alle von Hand bebaut.

Doch nach und nach wurden wir immer müder und die Beine taten weh. Wir waren in letzter Zeit ehr weniger sportlich tätig und das machte sich nun bemerkbar. Wir meinten jeden Augenblick in dem Dorf, in dem unser Roller stand, ankommen zu müssen doch nach jeder Biegung wurden wir wieder enttäuscht.

Doch dann war es kurz vor vier und unsere Ojekfahrer kamen uns mit verduztem Blick entgegen und lasen uns auf.
Wir waren doch noch ein Weilchen unterwegs, womit wir absolut nicht gerechnet hatten. Irgendwann kamen wir dann auch wieder an der bepackten Familie vorbei, die uns mittlerweile überholt hatte und immer noch unterwegs war. Wieder ein komisches Gefühl an ihnen nun mit dem Ojek vorbei zu düsen.

Und so neigte sich dieses erlebnisreiche Wochenende dem Ende zu. Der Ojekfahrer lud uns noch zu sich nach Hause zum Tee ein und stopfte unsere Taschen beim Verabschieden noch mit Äpfeln voll, wie sie biologischer nicht sein könnten.
Wir genossen noch den Rest der Strecke auf Moritz Roller und kamen abends dann völlig erledigt am VEDC an.
Um den richtigen Ort zu finden haben wir Seiful einen Kollegen gefragt, bei dem Gespräch kamen wir immer weiter von Malang weg, bis wir schließlich auf der Spitze von Gunung Semeru waren und es garnicht mehr um den Sonnenuntergang ging.
Wir hatten von da an nur noch ein Ziel. Wir wollen auf den Semeru.
Der Semeru ist mit knapp 3700m der höchste Vulkan in der Nähe von Malang. Dort spaziert man nicht so eben mal an einem Tag hoch. Wir hatten uns eine Zweitagestour zurecht gelegt, 2 SChlafsäcke und ein Zelt ausgeliehen und als alle Sachen gepackt waren ging es los.
Wir wollten mit dem Roller von MOritz an den Fuß des Vulkans fahren, der Roller ist eigentlich für eine vierköpfige indonesische Familie ausgelegt, doch für uns beide mit unserem Gepäck wurde es sehr eng.
Als wir jedoch endlich losfuhren, arangierten wir uns auf dem Roller, die Vorfreude war einfach riesieg. Es machte sich ein Gefühl der Freiheit breit. Morgens um 6 Uhr mit den ersten Sonnenstrahlen die frische Luft atmend fuhren wir auf den Semeru zu. Kaum aus Malang rausgekommen, konnten wir unser Ziel in der Ferne schon sehen und Dank der selbst gemalten Karte von Seiful, kamen wir ihm auch schnell näher. Die Straße wurde steiler und immer steiler.
Immerhin lag unser Startpunkt schon auf fast 2000m. Doch auf einmal fing der Roller an zu stottern, wurde langsamer und langsamer bis er schließlich stehen blieb. Wir waren zu schwer bzw. der Roller zu schwach. Doch wie man es drehte und wendete, wir mußten uns eine ander Lösung überlegen.
Während Moritz sich abmühte den Roller wieder zu starten begann Thomas sich mit den Dorfbewohnern zu unterhalten. Diese beschmunzelten unser Gefährt und meinten, als sie unser Ziel kannten, das es unmöglich sei, damit nach Ranu Pane, unserm Startpunkt, zu kommen. Natürlich hatten sie auch schon die Lösung parat. Wir sollten den Roller bei ihnen unterstellen und sie fahren uns hoch und holen uns am nächsten Tag wieder ab, gegen einen kleinen Obulus versteht sich. Der Preis war saftig, doch wir wollten auf den Semeru, also hatten wir keine Wahl. Wir sagten zu und fuhren von nun an mit dem Ojek Richtung Semeru.
Und die Straße wurde nicht nur viel steiler teilweise war von der Straße nur noch eine Schotterpiste übrig, sie hatten recht gehabt mit Moritz Roller wäre das unmöglich gewesen.
Aber nicht nur die Straße änderte sich auch das Wetter wechselte, es fing an zu regnen. Doch glücklicherweise erreichten wir mit dem Regen auch Ranu Pane.
Unsere Fahrer machten mit uns aus, das sie uns am nächsten Tag um vier wieder abholen werden und verschwanden.
Da standen wir nun vor dem Haus der National Parkverwaltung, die Straßen sahen trostlos aus.
Schnell stellte sich raus, das wir keinen Führer bekommen sollten, da es wegen der Regenzeit die Wege weggespült hatte. Unsere Fahrer waren jedoch schon weg, die Schlafsäcke und das Zelt schon bezahlt und wir wollten unbedingt auf den Berg. Also was sollten wir machen?
Wir beschloßen den Leuten von der Nationalparkverwaltung lieber nicht zu trauen und wollten uns selbst ein Bild von der Lage machen. Wir ließen uns den Weg erklären und nachdem wir uns mit Mie Goreng (gebratene Nudeln) gestärkt hatten ging es los.
Der Weg war am Anfang gepflaster und wir gingen frohen Mutes, alle Anlaufschwierigkeiten verdrängend, los. Als gutes Zeichen deuteten wir einen großen gut sichtbaren Halo um die Sonne, der wie ein Heiligenschein über uns stand.
Der Weg schlängelte sich durch einen naß, grünen und wohl riechenden Urwalt. Wir waren ganz und gar von der Wanderlust gepackt.
Ein mächtiges Gewittergrollen im Nacken, das wir zuerst für einen Ausbruch vom Semeru gehalten hatten, wurde unser Schritt immer schneller und mit den ersten Tropfen erreichten wir einen Unterschlupf. Dort stärkten wir uns erstmal und genossen das naß-kalte Klima.
Als der Regen nachgelassen hatte setzten wir unseren Weg fort. Der gepflasterte Teil des Weges hörte nun auf und der Weg wurde zu einem richtigen Waldweg. Der Weg wirkte Teilweise verwunschen und wie aus einem Märchen.
Der Urwald begann nun auch immer stärker sein Recht auf den Weg gelten machen zu wollen, so legte er uns Baumstämme in den Weg...
... er wurde almälich zum Pfad, der total verwuchert war...
...so das wir durch das Gestrüp kriechen mußten ...
... teilweise auch auf allen Vieren.
Doch dann kamen wir an die Stelle, vor der uns die Nationalparkverwaltung gewarnt hatte, hier war nun endgültig schluss.
Der Weg war abgerutscht. Ein passieren währe zwar möglich gewesen doch zu gefährlich. Doch diese Tatsache so hin zu nehmen und sich einzugestehen das wir nun einfach umdrehen müssen ohne den See zu erreichen, diesen traumhaft beschriebenen Ort an dem wir eigentlich unser Zelt aufschlagen wollten, war nicht einfach und wir standen lange, voller Enttäuschung an dieser Stelle bevor wir umdrehten.
Kurz zuvor waren wir an einem kleinen Unterstellhäuschen vorbeigelaufen wo wir nun beschlossen unser Zelt rein zu bauen. Wo anders gab es keine Möglichkeit da der Weg von Wald und Abhängen eingefasst war.
Das Dach bot uns zumindest Schutz vor dem Wetter. Nach und nach fanden wir uns immer mehr mit unserer Situation ab, bis wir endlich wieder an dem Punkt anglangt waren, das uns bewusst wurde an welch fantastischem Fleckchen Erde wir uns gerade befinden. Ab da konnten wir unsere Situation wieder genießen. Wenn unser ursprünglicher Plan, den Kraterrand des Semerus in der Nacht zu erklimmen auch gescheitert war, so konnten wir ihn von unserem Standpukt doch herrlich, eingerahmt vom grünen Dschungel emporragen sehen.
Nachdem das Zelt also stand...
meldete sich unser Magen. Wir hatten extra Instandsuppen und eine Pfanne mitgetragen, in der Hoffnung Wasser mit einem Feuer heiß zu machen. Während Moritz von Anfang an erkannte, das der Versuch, das freuchte bis nasse Holz zum brennen zu bringen unmöglich war, versuchte Thomas ca. eine Stunde lang unermüdlich das wärmende Element zu entfachen. Nachdem die letzte Option, das entfachen mit dem indonesischen Brandbeschleuniger Plastik, auch fehlschlug, gab er es dann endgültig auf.
Wir hatten jedoch noch genug Kekse, Nüsse und genug Hunger um uns auch damit zufrieden zu geben.
Am nächsten Morgen bot sich uns ein fabelhafter Blick ins Tal.
Die Wolken waren verzogen und der Krater zeigte sich uns in seiner vollen Pracht. Ca. alle viertel Stunde spieh er sogar eine Rauchwolke in den blauen Himmel.
Doch es dauerte nicht lange, bis sich der Himmel wieder zu zog und wir uns so langsam auf den Rückweg machten.
Diesmal war das Bücken und Kriechen nicht mehr ganz so einfach, da wir zum einen vom Entengang des Vortages Muskelkater hatten und zum anderen, uns alle Knochen, vom nächtigen auf asphaltiertem Boden, weh taten.
Schließlich kamen wir wieder nach Ranu Pane, das eingerahmt von den Feldern einen ganz besonderen Flair hat.
Da es noch früh am Morgen, und wir fit und munter waren, beschlossen wir uns nach einer warmen Mahlzeit auf den Weg Richtung Malang zu machen.
Wir dachten uns, das unsere Ojek-Fahrer uns ja kurz vor vier dann sowieso entgegenkommen müssten und wir bis dahin den Weg laufen könnten.
Es war mal wieder ein unbeschreibliches Gefühl, durch diese Bergdörfer zu laufen. Es regnete immer wieder mal und wir liefen fast durchgehend an, Feldern vorbei, die an steilen Hängen lagen und auf deinen die Bauern ihrer Arbeit nachgingen.
Sogar die Frauen arbeiteten mit, auf den Rücken gebundenen Kindern, dort.
Überall sorgen wir natürlich wieder für Aufsehen, die Leute riefen uns von den Feldern entgegen, winkten und auch die Kinder kamen wieder angerennt, als sie sahen das wir den Foto zückten.
Für die Leute dort oben schienen wir noch ein größeres Ereignis zu sein, als wir es eh schon in Malang sind und auch hieren waren die Kinder überglücklich, als wir ein Foto zusammen gemacht haben.
Auf dem Weg begegneten wir dann einer Familie, die teilweise Barfuß und schwer bepackt, durch den ströhmenden Regen die Straße entlang gingen. Sie fragten uns nach Zigarretten und erzählen uns, das sie das selbe Ziel wie wir hätten. Den Weg den wir uns vorgenommen hatten, hatte übrigens eine Länge von ca. 30km. Unvorstellbar das sie das so laufen wollten. Wir kamen uns ziemlich komisch vor mit unseren professionellen Rucksäcken, guten Wanderschuhen und Regenschutz.
Das Wetter wurde immer schlechter und es zog Nebel auf.
Nach einer ganzen Weile kamen wir dann wieder in ein Dorf.
Wir bereuhten es keine Spur mehr, das wir statt des Abstiegs vom Krater nun diesen Weg zurück legten. Es war eine andere Art von Erlebniss, jedoch nicht weniger spektarkulär.
Auch nach diesem Dorf kamen wir wieder an Feldern vorbei. Felder so weit das Auge reichte und alle von Hand bebaut.
Doch nach und nach wurden wir immer müder und die Beine taten weh. Wir waren in letzter Zeit ehr weniger sportlich tätig und das machte sich nun bemerkbar. Wir meinten jeden Augenblick in dem Dorf, in dem unser Roller stand, ankommen zu müssen doch nach jeder Biegung wurden wir wieder enttäuscht.
Doch dann war es kurz vor vier und unsere Ojekfahrer kamen uns mit verduztem Blick entgegen und lasen uns auf.
Wir waren doch noch ein Weilchen unterwegs, womit wir absolut nicht gerechnet hatten. Irgendwann kamen wir dann auch wieder an der bepackten Familie vorbei, die uns mittlerweile überholt hatte und immer noch unterwegs war. Wieder ein komisches Gefühl an ihnen nun mit dem Ojek vorbei zu düsen.
Und so neigte sich dieses erlebnisreiche Wochenende dem Ende zu. Der Ojekfahrer lud uns noch zu sich nach Hause zum Tee ein und stopfte unsere Taschen beim Verabschieden noch mit Äpfeln voll, wie sie biologischer nicht sein könnten.
Wir genossen noch den Rest der Strecke auf Moritz Roller und kamen abends dann völlig erledigt am VEDC an.
