Dienstag, 6. November 2007
vorletztes Wochenende
Topic: 'Ausfluege'
Ein Ereignis das schon eine Weile zurück liegt trotzdem aber erzählenswert ist, ist unser Ausflug zu einem weiteren Strand der Südküste, Ostjavas namens Ngelyip. Bitte fragt mich jetzt nicht wie man das Ausspricht es wurde uns schon mehrfach vorgesprochen doch jeder Versuch diesen Namen zu wiederholen rief zuerst Gelächter und nach dem 20. mal dann ein müdes Lächeln hervor.
Es fing damit an, dass das Wochenende nahte und wir uns überlegten wie wir es denn füllen sollten. Der Entschluss fiel dann auf den Strand Balekambang wo wir ja bereits schon waren und wussten, das uns dort das Paradies erwarten würde. Als wir uns dann jedoch Samstag früh auf der gewohnten Route auf den Weg macht und am Busbahnhof Gadung ankamen waren wir wieder umgeben von Taxi- , Bus- und Angkotfahren, die um unsere Gunst buhlten. Da wir immer noch nicht des Indonesisch mächtig sind und wir im Reiseführer auch etwas von einem Strand bei Ngelyip gelesen hatten und gerade ein Angkot mit dieser Aufschrift vorbei fuhr haben wir unsere Reisepläne kurzfristig geändert. Der Preis war dann relativ schnell ausgehandelt, ein fingerzeig auf die passende Stelle im Reiseführer und wir haben nur noch ein zehntels von dem vorgeschlagenen Preis gezahlt.
Nachdem wir uns 2 Stunden im Angkot haben durchschütteln lassen kamen wir in Ngelyip an. Es bot sich uns ein ähnlicher Anblick wie in Balekambang. Viele kleine Hütten die ruhig um einen vermeintlichen Dorfplatz lagen der dann in den Strand überging.
Der Strand war aber nicht so überwältigend, das wir gleich euforisch unser Lager aufschlugen sondern uns erst einmal ein wenig umsahen. Nach einer kleinen Kletterpartie

hatten wir einen viel schöneren Strand gefunden.


Weicher Sand, am Rand Felsen, und die Ebbe legte Felsen und Unmengen an Getier frei, welches bestaunt werden wollte.

Doch nach einiger Zeit wurde uns klar das wir an diesem Strand weder Schwimmen noch die Nacht verbringen konnten also machten wir uns wieder auf die Suche.
Durch einen kleinen Jungel, einem Trampelpfad folgend, gelangten wir zu einem Abhang von dem aus wir unseren Strand schon sehen konnten.

Den Tag verbrachten wir wieder mit den strandüblichen Beschäftigungen, lesen, schlafen, schwimmen, schnorcheln, Gitarre spielen, auf Bäume klettern und mit mehr oder weniger gründlichem eincremen.


Als der Abend nahte, kamen dann noch ganz existentielle Aufgaben hinzu. Bruno kümmerte sich darum das wir eine Feuerstelle hatten danach sammelten Thomas und Bruno Holz während Moritz und Vassilis auf die Jagd gingen.

An einer kleinen Bude direkt neben dem Strand wurden sie fündig. Bei einer netten Frau orderten sie vier Portionen essen, die Frau schien uns schon den ganzen Tag beobachtet zu haben und bot uns gleich an das sie uns das Essen an den Strand bringe sobald es fertig ist.
Als das Essen dann kam und wir uns drauf stürzten haben wir uns mächtig den Mund verbrannt so scharf war es.


Danach wurde das Feuer angezündet, zumindest probierten wir es, da wir aber nur nasses, feuchtes und fast trockenes Holz, oder vergleichbares finden konnten, versuchten wir es mit trockenen Riesenblättern zu entfachen.

Die Blätter brannten aber so schnell runter, das wir eine ganze Weile damit beschäftigt waren Blätter zu sammeln sie drauf zu schmeißen und zu pusten.
Während dessen unterstützte Thomas uns mit seiner Stimme und der Gitarre. Als das Feuer dann endlich einigermaßen brannte wurde das Bier geköpft.
Jetzt war es richtig romantisch. Das Meer und das Rauschen, das Feuer und die Musik, das Bier und der Whisky, der Strand und der Sternenhimmel, einfach perfekt.
Nachdem wir noch ein Runde im Meer schwimmen waren,



versuchten wir uns schlafen zu legen. Bei Moritz sah das ungefähr so aus, Decke ausgebreitet, ausgezogen, in den Schlafsack gelegt, eingemummt und eingeschlafen.

Bei Thomas, Bruno und Vassilis gestaltete sich das ganze schwieriger.
Vom Whiskey benebelt, schlüpften auch alle anderen Beteiligten in ihre Schlafsäcke und dösten auch leicht ein. Jedoch nur so lange bis das kribbeln auf der Haut nicht mehr zu ignorieren war. Vassilis und Bruno in ihren "Winterschlafsäcken" hielten es gleich gar nicht aus und waren als erste wieder in senkrechter Haltung. Thomas ignorierte das Jucken so lange bis als Krönung eine Riesenkrabbe kurz vor seinem Kopf ihr Unwesen trieb. Voller Faszination von dem Riesenvieh jedoch völlig aufgekratzt (im wahrsten Sinne des Wortes), packte er den Foto aus um das Tier zu Blitzten.

Jedoch wurde von dem Blitz nicht nur die Krabbe abgelichtet sondern auch eine Horde indonesischer, betrunkener Jungendlicher aufgescheucht. Zuvor saßen sie brav an ihrem Feuer mit Gitarre und Trommel (ein Wasserkanister), doch ab diesem Blitzmoment war Schluss mit der Ruhe.
Happy happy, girigiri, yes no yes no. Thomas hatte keine Chance. Er wurde regelrecht aus dem Schlafsack gerissen. In Unterhose und völlig überfordert stand er da der Thomas und bettelte darum weiterschlafen oder nach kurzer Zeit, als klar war das diese Option weg fiel, wenigstens die Hose erst mal anziehen zu dürfe. Oh da steht ja ne Gitarre. Gitarre in die Hand gedrück, Schlaf aus den Augen gerieben, Pulle (Wasserflasche mit irgend einem undefinierbaren fürchterlich schmeckenden Alkoholmischmasch) in die Hand gedrückt und los ging die Safari.

Irgendwann war unsere Schlaftrunkenheit überwunden und wir waren bereit mit der aufgedrehten Bande wild ums Feuer zu tanzen,

zu trommeln, Gitarre zu spielen,

Fotos zu machen,


zu trinken

....
Thomas wurde als Gitarrist so angefeuert,

das seine Kreativität angeregt wurde und er ihnen beibrachte auf deutsch mit zu singen. Der Text wurde extra einfach gehalten: "Schlafen gehn, schlafen gehn, wir wollen schlafen gehn und ihr haltet uns ab, ohohoh haltet uns ab, wir wollen schlafen gehen...."
Die Worte schlafen gehen hatten sie sich recht schnell angeeignet und so sangen sie lauthals ohne zu wissen was, immer im Chor mit.
schlafen gehen (WAV, 111 KB) (Der brandneue Strandschlager)
Doch irgendwann bemerkten sie scheinbar das unsere Energie sich wieder dem Nullpunkt näherte und plötzlich, so schnell wie sie aufgetaucht waren, verschwanden sie wieder. Von einer auf die andere Minute waren wir wieder alleine und konnten mal wieder nicht glauben was wir gerade erlebt hatten.
Moritz und Thomas schliefen noch ein wenig,

während Bruno und Vassilis beim 1. Sonnenstrahl wieder wach waren. Übersäht von roten Punkten überall am Körper. Scheinbar die Spuren der juckenden Viecher, was auch immer es war.
Der nächste Tag verlief aufgrund des Schlafmangels und der Kopfschmerzen dann ehr lethargisch.
Trotzdem ließen wir uns das schnorcheln nicht nehmen.


Doch die meiste Zeit dösten wir im Schatten unter der Palme.
Die Rückfahrt verlief ohne weitere Vorfälle. Ach halt, fast. Kurz vor Malang ist ja unser Angkot stehen geblieben und wir mussten alle anschieben, doch das half nichts und so mussten wir so lange warten bis wir einen neuen Angkotfahrer aufgetrieben hatten. Aber solche Dinge zählen hier schon ehr zu den Altagsgegebenheiten, an die wir uns schon gewöhnt haben.
Es fing damit an, dass das Wochenende nahte und wir uns überlegten wie wir es denn füllen sollten. Der Entschluss fiel dann auf den Strand Balekambang wo wir ja bereits schon waren und wussten, das uns dort das Paradies erwarten würde. Als wir uns dann jedoch Samstag früh auf der gewohnten Route auf den Weg macht und am Busbahnhof Gadung ankamen waren wir wieder umgeben von Taxi- , Bus- und Angkotfahren, die um unsere Gunst buhlten. Da wir immer noch nicht des Indonesisch mächtig sind und wir im Reiseführer auch etwas von einem Strand bei Ngelyip gelesen hatten und gerade ein Angkot mit dieser Aufschrift vorbei fuhr haben wir unsere Reisepläne kurzfristig geändert. Der Preis war dann relativ schnell ausgehandelt, ein fingerzeig auf die passende Stelle im Reiseführer und wir haben nur noch ein zehntels von dem vorgeschlagenen Preis gezahlt.
Nachdem wir uns 2 Stunden im Angkot haben durchschütteln lassen kamen wir in Ngelyip an. Es bot sich uns ein ähnlicher Anblick wie in Balekambang. Viele kleine Hütten die ruhig um einen vermeintlichen Dorfplatz lagen der dann in den Strand überging.
Der Strand war aber nicht so überwältigend, das wir gleich euforisch unser Lager aufschlugen sondern uns erst einmal ein wenig umsahen. Nach einer kleinen Kletterpartie
hatten wir einen viel schöneren Strand gefunden.

Weicher Sand, am Rand Felsen, und die Ebbe legte Felsen und Unmengen an Getier frei, welches bestaunt werden wollte.

Doch nach einiger Zeit wurde uns klar das wir an diesem Strand weder Schwimmen noch die Nacht verbringen konnten also machten wir uns wieder auf die Suche.
Durch einen kleinen Jungel, einem Trampelpfad folgend, gelangten wir zu einem Abhang von dem aus wir unseren Strand schon sehen konnten.

Den Tag verbrachten wir wieder mit den strandüblichen Beschäftigungen, lesen, schlafen, schwimmen, schnorcheln, Gitarre spielen, auf Bäume klettern und mit mehr oder weniger gründlichem eincremen.


Als der Abend nahte, kamen dann noch ganz existentielle Aufgaben hinzu. Bruno kümmerte sich darum das wir eine Feuerstelle hatten danach sammelten Thomas und Bruno Holz während Moritz und Vassilis auf die Jagd gingen.
An einer kleinen Bude direkt neben dem Strand wurden sie fündig. Bei einer netten Frau orderten sie vier Portionen essen, die Frau schien uns schon den ganzen Tag beobachtet zu haben und bot uns gleich an das sie uns das Essen an den Strand bringe sobald es fertig ist.
Als das Essen dann kam und wir uns drauf stürzten haben wir uns mächtig den Mund verbrannt so scharf war es.

Danach wurde das Feuer angezündet, zumindest probierten wir es, da wir aber nur nasses, feuchtes und fast trockenes Holz, oder vergleichbares finden konnten, versuchten wir es mit trockenen Riesenblättern zu entfachen.

Die Blätter brannten aber so schnell runter, das wir eine ganze Weile damit beschäftigt waren Blätter zu sammeln sie drauf zu schmeißen und zu pusten.
Während dessen unterstützte Thomas uns mit seiner Stimme und der Gitarre. Als das Feuer dann endlich einigermaßen brannte wurde das Bier geköpft.
Jetzt war es richtig romantisch. Das Meer und das Rauschen, das Feuer und die Musik, das Bier und der Whisky, der Strand und der Sternenhimmel, einfach perfekt.
Nachdem wir noch ein Runde im Meer schwimmen waren,
versuchten wir uns schlafen zu legen. Bei Moritz sah das ungefähr so aus, Decke ausgebreitet, ausgezogen, in den Schlafsack gelegt, eingemummt und eingeschlafen.
Bei Thomas, Bruno und Vassilis gestaltete sich das ganze schwieriger.
Vom Whiskey benebelt, schlüpften auch alle anderen Beteiligten in ihre Schlafsäcke und dösten auch leicht ein. Jedoch nur so lange bis das kribbeln auf der Haut nicht mehr zu ignorieren war. Vassilis und Bruno in ihren "Winterschlafsäcken" hielten es gleich gar nicht aus und waren als erste wieder in senkrechter Haltung. Thomas ignorierte das Jucken so lange bis als Krönung eine Riesenkrabbe kurz vor seinem Kopf ihr Unwesen trieb. Voller Faszination von dem Riesenvieh jedoch völlig aufgekratzt (im wahrsten Sinne des Wortes), packte er den Foto aus um das Tier zu Blitzten.
Jedoch wurde von dem Blitz nicht nur die Krabbe abgelichtet sondern auch eine Horde indonesischer, betrunkener Jungendlicher aufgescheucht. Zuvor saßen sie brav an ihrem Feuer mit Gitarre und Trommel (ein Wasserkanister), doch ab diesem Blitzmoment war Schluss mit der Ruhe.
Happy happy, girigiri, yes no yes no. Thomas hatte keine Chance. Er wurde regelrecht aus dem Schlafsack gerissen. In Unterhose und völlig überfordert stand er da der Thomas und bettelte darum weiterschlafen oder nach kurzer Zeit, als klar war das diese Option weg fiel, wenigstens die Hose erst mal anziehen zu dürfe. Oh da steht ja ne Gitarre. Gitarre in die Hand gedrück, Schlaf aus den Augen gerieben, Pulle (Wasserflasche mit irgend einem undefinierbaren fürchterlich schmeckenden Alkoholmischmasch) in die Hand gedrückt und los ging die Safari.

Irgendwann war unsere Schlaftrunkenheit überwunden und wir waren bereit mit der aufgedrehten Bande wild ums Feuer zu tanzen,

zu trommeln, Gitarre zu spielen,

Fotos zu machen,
zu trinken

....
Thomas wurde als Gitarrist so angefeuert,
das seine Kreativität angeregt wurde und er ihnen beibrachte auf deutsch mit zu singen. Der Text wurde extra einfach gehalten: "Schlafen gehn, schlafen gehn, wir wollen schlafen gehn und ihr haltet uns ab, ohohoh haltet uns ab, wir wollen schlafen gehen...."
Die Worte schlafen gehen hatten sie sich recht schnell angeeignet und so sangen sie lauthals ohne zu wissen was, immer im Chor mit.
schlafen gehen (WAV, 111 KB) (Der brandneue Strandschlager)
Doch irgendwann bemerkten sie scheinbar das unsere Energie sich wieder dem Nullpunkt näherte und plötzlich, so schnell wie sie aufgetaucht waren, verschwanden sie wieder. Von einer auf die andere Minute waren wir wieder alleine und konnten mal wieder nicht glauben was wir gerade erlebt hatten.
Moritz und Thomas schliefen noch ein wenig,
während Bruno und Vassilis beim 1. Sonnenstrahl wieder wach waren. Übersäht von roten Punkten überall am Körper. Scheinbar die Spuren der juckenden Viecher, was auch immer es war.
Der nächste Tag verlief aufgrund des Schlafmangels und der Kopfschmerzen dann ehr lethargisch.
Trotzdem ließen wir uns das schnorcheln nicht nehmen.
Doch die meiste Zeit dösten wir im Schatten unter der Palme.
Die Rückfahrt verlief ohne weitere Vorfälle. Ach halt, fast. Kurz vor Malang ist ja unser Angkot stehen geblieben und wir mussten alle anschieben, doch das half nichts und so mussten wir so lange warten bis wir einen neuen Angkotfahrer aufgetrieben hatten. Aber solche Dinge zählen hier schon ehr zu den Altagsgegebenheiten, an die wir uns schon gewöhnt haben.
tami ensinger,
15. Nov 07
Jetzt hab ich endlich alles ausführlich gelesen und es ist wiedermal sehr schön und witzig, was ihr so erlebt. Heute hat es hier in Darmstadt das erste mal geschneit in diesem Winter, zumindest so, dass ich es mitbekommen habe. Brrrrr frier
